Vortrag zu Nikolaus Groß im Religionsunterricht

Stefan Hülsdell hielt vor dem evangelischen Religionskurs der 10. Stufe bei Herrn Flauaus einen Vortrag zum Widerstandskämpfer Nikolaus Groß, welcher mit seinem tiefen Glauben zu Gott für viele Menschen eine Vorbildfunktion hat.

Nikolaus Groß wurde in Niederwenigern geboren und beschäftigte sich schon früh mit Arbeiterrechten, weshalb er als Redakteur regelmäßig Artikel über die Projekte der Gewerkschaft in der ‘Westdeutschen Arbeiterzeitung’ veröffentlichte. Er lernte über die Katholische Arbeiterbewegung zwei Männer kennen, mit welchen er später den ‘Kölner Kreis’ bildete. Der Kölner Kreis beschäftigte sich mit dem Gedanken, was nach dem Regime Hitlers mit Deutschland geschehen sollte.

Sie kannten den damaligen Leipziger Bürgermeister, jedoch wurde ihnen dies später zum Verhängnis, da dieser eine enge Freundschaft mit dem Grafen von Stauffenberg pflegte. Graf von Stauffenberg scheiterte 1944 mit seinem Attentat auf Hitler. Allerdings nahm Hitler das zum Anlass etwas gegen den Widerstand zu unternehmen, weshalb Nikolaus Groß von der Gestapo verhaftet wurde. Er wurde vom gleichen Richter wie Sophie Scholl zum Tode verurteilt. Vier Monate nach seinem Tod endete der Zweite Weltkrieg.

An seine Frau und Kinder verschickte er Briefe, welche von einem Pfarrer aus dem Gefängnis geschmuggelt wurden. Er hinterließ seiner Frau und seinen sieben Kindern einen Abschiedsbrief, in welchem er Gott weiterhin anpries und ihm nicht die Schuld an seinem frühzeitigen Tod gab.

Später wurde er vom damaligen Papst seliggesprochen, außerdem wurden diverse Straßen nach ihm benannt, er hat einen Stolperstein in Köln und ein Museum ihm zu Ehren in Niederwenigern.

(Vivian, 10b)

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